Schimmelrisiko nach dem Hochwasser: welche Materialien im Keller
Nach einem Hochwasser ist der Keller oft wochenlang feucht, und genau in dieser Zeit entsteht das größte Schimmelrisiko. Wer zu lange wartet, riskiert nicht nur einen muffigen Geruch, sondern auch gesundheitliche Beschwerden durch Schimmelsporen. Entscheidend ist, welche Materialien betroffen sind und wie schnell sie Feuchtigkeit aufnehmen. Grundsätzlich gilt: Alles, was Wasser speichert und nur langsam wieder abgibt, muss raus – und zwar sofort, nicht erst nach dem Trocknen.
Besonders kritisch sind Pappkartons, Zeitungen und Textilien. Pappe saugt Wasser wie ein Schwamm und bietet Schimmel einen idealen Nährboden. Wer wissen möchte, warum solche Kartons eine zweite Feuchteperiode fast nie überstehen, findet auf elchs-kramkiste.de eine ausführliche Erklärung. Auch Tapeten, Teppichböden und Spanplatten sind problematisch: Sie quellen auf, verlieren ihre Stabilität und trocknen selbst mit Heizlüftern oft nicht vollständig durch. In solchen Fällen hilft nur der Austausch, nicht das Abwarten.
Anders sieht es bei Fliesen, Glas, Metall oder Kunststoff aus. Diese Materialien nehmen kein Wasser auf und lassen sich nach dem Trocknen meist weiterverwenden. Trotzdem sollten sie gründlich gereinigt und desinfiziert werden, denn Schimmelsporen können auf der Oberfläche haften. Bei Holz ist Vorsicht geboten: Massivholz trocknet langsam, verzieht sich aber oft und kann je nach Schaden noch gerettet werden. Pressspan oder MDF hingegen quillt irreversibel auf und gehört entsorgt.
Wer nach dem Hochwasser schnell handelt, senkt das Schimmelrisiko erheblich. Räumen Sie zuerst alle saugfähigen Materialien aus dem Keller, lüften Sie stoßweise und heizen Sie gezielt. Prüfen Sie danach Wände und Böden mit einem Feuchtigkeitsmessgerät, bevor Sie neu einlagern. Nur so verhindern Sie, dass der nächste feuchte Sommer zum echten Problem wird.