Schimmel im Keller vermeiden: Feuchtigkeit und richtige Lagerung
Schimmel im Keller entsteht selten durch einen einzigen Fehler. Meistens ist es ein Zusammenspiel aus hoher Luftfeuchtigkeit, unzureichender Belüftung und der falschen Lagerung von Gegenständen. Bestimmte Materialien ziehen Feuchtigkeit geradezu an und geben sie langsam wieder an die Umgebung ab. Dazu gehören Textilien wie Kleidung, Bettwäsche oder Vorhänge, aber auch Papier, Kartons und Holz. Sobald diese Stoffe feucht werden, bieten sie Schimmelsporen einen idealen Nährboden. Wer also langfristig schimmelfrei bleiben will, muss nicht nur den Raum, sondern auch den Inhalt im Blick behalten.
Die Wahl des Lagerorts ist entscheidend. Viele stellen Kartons direkt auf den Boden oder drücken sie gegen die Außenwand. Beides ist problematisch, weil dort die kälteste Stelle ist und sich Kondenswasser bildet. Besser ist es, Regale zu nutzen und einen Abstand von mindestens zehn Zentimetern zur Wand einzuhalten. Auch die Höhe spielt eine Rolle: Je näher am Boden, desto feuchter die Luft. Wer unsicher ist, welche Dinge überhaupt nach oben gehören und welche besser unten bleiben, findet in diesem Beitrag über was auf den Dachboden gehört eine praktische Einteilung nach Material und Empfindlichkeit. Generell gilt: Alles, was schnell Stockflecken ansetzt, gehört nicht in den feuchtesten Winkel des Kellers.
Für die Lagerung selbst haben sich luftdichte Behälter aus Kunststoff bewährt. Sie schützen vor Feuchtigkeit von außen, allerdings nur, wenn der Inhalt absolut trocken ist. Kleidung oder Papier, das schon leichte Feuchtigkeit enthält, schimmelt in geschlossenen Boxen erst recht. Deshalb vor dem Einlagern gründlich trocknen lassen, am besten bei Raumtemperatur und nicht in der prallen Sonne. Wer Kartons verwendet, sollte auf säurefreie Archivkartons zurückgreifen, die weniger Feuchtigkeit binden. Plastiktüten sind keine gute Idee, weil sie Kondenswasser einschließen. Stattdessen Baumwollbeutel oder atmungsaktive Stoffe verwenden, wenn der Raum ohnehin trocken ist.
Neben der Lagerung bleibt die Kontrolle der Luftfeuchtigkeit die wichtigste Maßnahme. Ein Hygrometer zeigt zuverlässig an, ob die Werte im grünen Bereich liegen – ideal sind 40 bis 60 Prozent. Regelmäßiges Lüften, am besten mit Durchzug, senkt die Feuchtigkeit schnell. In hartnäckigen Fällen hilft ein elektrischer Luftentfeuchter. Wer diese Punkte beherzigt, schützt nicht nur seine Möbel und Erinnerungsstücke, sondern auch die Bausubstanz. Schimmel ist kein Schicksal, sondern das Ergebnis einer Reihe vermeidbarer Fehler.